Das Espuma, ein Roter Stern & eine „Watsche“ die ich brauchte

Nachtrag zur letzten Folge The Taste Nr. 7

Mit Nils Henkel

Ausgezeichnet mit 2 Michelin Sternen


Copyright: SAT.1;
Fotograf: Jens Hartmann

Schlimmer, Spannender oder Nerven aufreibender kann wohl kaum ein Viertelfinale sein. Ein schon fast sicherer Einzug ins Halbfinale am Ende des Solokochens, schien sicher. Oder doch nicht? Die Idee, oder um Frank Rosin zu zitieren:

„…der Ansatz des Löffels ist gut…“

war einfach mal etwas zu riskieren. Einen Schritt weg gehen von der brachialen Klassik. Etwas moderner werden…etwas subtiler und  extravaganter? Zuviel Wagnis auf einmal wie sich heraus stellte. Ein Brennnessel Topfen Knödel! Das hört sich erstmal nicht schlecht an. Wenn dieser dann auch noch so wird wie ich mir das in diesem Moment vorstelle…nein….

Wurde er aber nicht. Die Masse zu weich und keine Möglichkeit das runter zu kühlen, damit diese anzieht. Das Espuma, das war ok, so pi mal Daumen… allerdings in Verbindung mit gepickelten Gurken…..Keine gute Idee. Ich gebe Frank Rosin recht. Der Ansatz war gut. Sowas kann funktionieren, aber meine Fehler war, dass ich die wichtigsten Faktoren nicht mit einkalkuliert hatte. Zeit, Temperatur, Zeit, Temperatur, Zeit…. Und so weiter. Kurz um, das war eine Beispiel wie man bei „THE TASTE“ nicht auftreten sollte. Sicherheit und Souveränität sind eine Grundvorraussetzung wenn es um den Einzug in Halbfinale geht. Doch anstatt diese zwei Attribute oder Tugenden, welche in den Fundamenten unserer Gilde eingemeißelt sind, Achtung zu zollen, stand ich mir selbst im Weg. Ich war zeitweise überfordert und zuuuuuuuuu arrogant. Der rote Stern, also mehr als verdient. Auch wenn Frank Rosin der Meinung war, dass es ein „the Taste-Löffel“ war. Am Ende half auch die eigentlich Gute Kritik „…sensationell…“ von Tim Raue nichts. Roter Stern im Solo-Kochen heisst: 

„…ab ins 

ENDSCHEIDUNGSKOCHEN…“

Und frei nach dem Motto: „Schlimmer gehts immer…“ hatten mein Coach Alex und ich nur 30 statt den üblichen, langweiligen 60 Minuten. Ok das war ein Hauch Ironie. Der musste aber sein, denn…Im Ernst? 30 Minuten? Gehts noch? Warum nicht gleich 15???

Nun gut, selbst schuld! Also, 30 Minuten und das Los „Tofu“. Diese 30 Minuten waren ein Ritt. Ein Kampf. Ein Kampf mit mir selbst und gegen die Zeit. Nach 10  Minuten, hatte ich nicht mal ansatzweise etwas konstruktives zustande gebracht. Alex coachte mich was das Zeug hielt und ich rannte versuchte alles um es um zu setzen. Es war Krieg. Ein Nervenkrieg. Doch wir hielten zusammen. Kämpften uns durch. Irgendwann mittendrin, erwischte mich dann nochmal eine „seitliche“ Watschnnnnn…. Autsch oder Hey was war das denn jetzt? Alles gut! Gerne mehr. So musst du mit mir umgehen. Schrei mich an! Mach mich fertig und ich blühe auf. 

Copyright: SAT.1;
Fotograf: Jens Hartmann

„0:00“

 

Die Zeit war rum. Der vielleicht letzte Löffel stand vor uns. Tofu mit allerlei Zeugs was dazu gehört. Gebacken, mit Shi Take und Junglauch. Einer Koriander Mayo… Muss!!!

Und ja wir setzten uns durch! Nils Henkel bewertete unseren Löffel als besten und der Einzug ins Halbfinale war sicher! 

Glückwunsch auch an Lara, die sich grandios geschlagen hat und mit dem Buzzer von Frank Rosen belohnt wurde. Alle bleiben im Spiel. Die Reise geht weiter…. 

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Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

    1. Lars Fumic

      Ich gebe mein Bestes! Jetzt bin ich heiß! Und es ist noch immer Wasser im Pool 😂💪💪💪

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